Wir entdecken die Hopi ! - Besuch des Abschluss-Vortrags zum Indianerprojekt des Jahrgangs 4


Wir entdecken die Hopi! „Wer weiß, woher die Indianer stammen?“, fragt Dr. Gisela Vörös die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Goldsteinschule. Viele Arme recken sich in die Höhe. „Aus Asien!“ „Richtig!“, sagt Frau Vörös und ergänzt, dass die Kontinente Asien und Nordamerika einmal zusammen gehörten. Die beiden Klassen sind in die Schulbibliothek gekommen, um etwas über den Stamm der Hopi zu erfahren. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung wurde Gisela Vörös gefragt: „Bist du die Indianerfrau?“, denn viele Kinder kennen sie von ihrer langjährigen ehrenamtlichen Arbeit in der Schulbibliothek. Doch vor allem ist sie Ethnologin. Ihre Doktorarbeit hat sie in den Neunziger Jahren über die Hopi geschrieben und war hierfür für ein halbes Jahr zu Forschungszwecken in den USA. Von dieser Begegnung und dem, was die Hopi so besonders macht, berichtet sie den Kindern. Dabei kommen neben Dias, Kartenmaterial, Fotos, Silberschmuck auch Holzschnitzereien zum Einsatz, die sie mitgebracht hat. Die Schüler erfahren, dass die Hopi nicht in Tipis leben. Sie sind ein sesshaftes Bauernvolk, das ihre Dörfer im Pueblostil auf Tafelbergen errichtet hat. Die Männer sind ursprünglich für das Weben zuständig, die Mädchen lernen schon sehr früh, Brot zu backen. Heiratet ein Hopimann eine Hopifrau, dann zieht er zu ihrer Familie. Dort hat immer die Schwiegermutter oder -großmutter das Sagen. Die Männer ordnen sich dem unter, denn sie haben andere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Sie überliefern beispielsweise geheime Rituale, wie Tänze, bei denen um Regen gebeten wird. Die Kinder fragen viel, denn nicht jeden Tag ist jemand in der Schule, der schon mal „in Echt“ bei den Indianern gewesen ist. Die Schulbibliothek in der Goldsteinschule gehört zum Verbund der Schulbiliothekarischen Arbeitsstelle sba der Stadtbücherei Frankfurt am Main. (Ms/sba)